Sport- und Kulturhalle hinter dem TIGZ einzig realisierbare Lösung

Mit Verwunderung haben CDU, SPD und Freie Wähler die Pressemitteilung der FDP zur Kenntnis genommen, die Sport- und Kulturhalle hinter dem TIGZ sei nicht realisierbar. Diese Aussage ignoriert die Sachlage. Das Thema ist schon lange Gegenstand der politischen Diskussion, weshalb eigentlich allen Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung die Situation bewusst sein müsste.

Die Behauptung, man wisse nicht, wie es weiter gehe, ist nicht richtig. Bürgermeister Siehr hatte bei der letzten Besprechung der AG Bürgerzentrum klar gemacht, dass die Frage der Ausweisung der notwendigen Stellplätze für die Sport- und Kulturhalle derzeit angegangen wird und dass hierzu Verhandlungen stattfinden. Dies ist durchaus ein Problem, für das sich aber bereits Lösungen abzeichnen. Dabei sollte jedem politischen Entscheidungsträger aus den Debatten der vergangenen Jahre klar sein, dass die Ausweisung ausreichender Stellplätze in der Stadtmitte, wo die FDP mit anderen Fraktionen den Bau eines Bürgerhauses favorisiert, gar nicht möglich ist. Dort herrscht bereits ohne das Bürgerhaus Parkplatzmangel.

Ein weiteres unlösbares Problem bei einem Bürgerhaus in der Stadtmitte wären Lärmbelästigungen für die Anwohner:innen. Wie soll ein Bürgerhaus den Vereinen nützen, wenn sie es aufgrund baurechtlicher Auflagen etwa nicht abends oder an Wochenenden nutzen können? Zudem reicht die Fläche in der Stadtmitte nicht aus, um dort eine den Bedürfnissen der Vereine ausreichende Halle und weitere Räumlichkeiten des Hauses der Zukunft zu verwirklichen. Genau das aber wollen die Gegner der sogenannten Zwei-Standorte-Lösung, darunter die FDP, umsetzen.

Hinter dem TIGZ als favorisiertem Standort von CDU, SPD und Freien Wählern findet sich keine Anwohner, die der Lärm belästigen würde und ausreichend Fläche für den Bau. Ab der hoffentlich baldigen Fertigstellung der Bahnunterführung für den Fußgänger- und Radverkehr wird die Sport- und Kulturhalle, die nur unwesentlich vom derzeitigen Standort des Bürgerhauses Gustavsburg entfernt ist, auch fußläufig leicht zu erreichen sein. Natürlich handelt es sich bei der Sport- und Kulturhalle um ein Großprojekt, das finanziell zu stemmen ist. Deshalb wurde auch eine Kostenobergrenze beschlossen und CDU, SPD und Freie Wähler sind sich sicher, dass mit den Vereinen gemeinsam eine finanzierbare Lösung gefunden werden kann.

Schade finden die Befürworter der Zwei-Standorte-Lösung, dass in dem Artikel der FDP die Interessen der Vereine gegen diejenigen der Feuerwehr ausgespielt werden sollen, da auf dem derzeitigen Standort des Bürgerhauses das dringend notwendige neue Feuerwehrhaus verwirklicht werden soll. Richtig ist, dass das Bürgerhaus derzeit noch von der Schulkinderbetreuung Gustavsburg genutzt wird. Von der derzeitigen Sperrung des Bürgerhauses wegen baulicher Mängel ist nur der große Saal betroffen. 

CDU, SPD und Freie Wähler sind der Meinung, dass auch das Interesse der Schulkinderbetreuung zu berücksichtigen sind und ein Abriss des Bürgerhauses erst dann erfolgen kann, wenn auch die Schulkinderbetreuung aus dem Bürgerhaus ausgezogen ist. Die Planungen an dem Feuerwehrhaus schreiten indes weiter voran, ein Bebauungsplan wird erstellt. Wenn eine Mehrheit wie die FDP gegen den letzten Haushalt gestimmt hätte, würden übrigens die finanziellen Mittel für die Erstellung des Bebauungsplans fehlen und die Realisierung des Feuerwehrhauses wäre tatsächlich gefährdet.

Die Zwei-Standorte-Lösung mit einer Sport- und Kulturhalle hinter dem TIGZ ist die einzig realisierbare Lösung. CDU, SPD und Freie Wähler rufen alle politischen Vertreter auf, die Fakten nicht weiter zu ignorieren.

Sport- und Kulturhalle Gustavsburg (1. Entwurf, Stand 2020 - von KAP)
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